Optilume - Das innovative Verfahren bei Harnröhrenstrikturen
Optilume ist ein medikamentenbeschichteter Ballonkatheter, der zur minimal-invasiven Behandlung von Harnröhrenverengungen (Harnröhrenstrikturen) eingesetzt wird.
Bei dem Eingriff wird die verengte Stelle mit einem Ballon aufgedehnt. Gleichzeitig gibt der Ballon den Wirkstoff Paclitaxel direkt an die Harnröhrenwand ab, um die Neubildung von Narbengewebe zu hemmen und das Risiko eines erneuten Engwerdens zu verringern.
Bei dem Eingriff wird die verengte Stelle mit einem Ballon aufgedehnt. Gleichzeitig gibt der Ballon den Wirkstoff Paclitaxel direkt an die Harnröhrenwand ab, um die Neubildung von Narbengewebe zu hemmen und das Risiko eines erneuten Engwerdens zu verringern.
Ziel von Optilume ist es, Beschwerden wie schwachen Harnstrahl oder Harnverhalt zu mindern.
Ein großer Vorteil des Verfahrens ist, daß die Therapie ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden kann.
Es ist somit deutlich weniger invasiv und dementsprechend auch komplikationsärmer als z.B. die Harnröhrenschlitzung oder offene Operation.
Die Ergebnisse der 5 -Jahres-Langzeitstudie (ROBUST I) zeigten:
- Studienpopulation: Männer mit kurzen, wiederkehrenden bulbären Harnröhrenstrikturen (≤ 2 cm), die bereits vorher endoskopisch behandelt wurden.
- Funktioneller Erfolg: ~58 % der Patienten erreichten eine deutliche klinische Verbesserung (z. B. Verbesserung der Symptome gemessen am International Prostate Symptom Score – IPSS).
- Harnflussrate (Qmax): stieg signifikant von etwa 5 mL/s auf ca. 19,9 mL/s nach 5 Jahren.
- Notwendigkeit eines weiteren Eingriffes: ca. 71,7 % blieben ohne erneute Eingriffe über 5 Jahre.
- Sicherheit: keine schweren behandlungsbezogenen Komplikationen; sexuelle Funktion blieb stabil.
Fazit: langfristige, stabile Verbesserungen in Harnfluss und Symptomen mit niedriger Rückfallrate im Vergleich zu traditionellen endoskopischen Verfahren.